Ottomotor - Funktionsprinzip, Geschichte (2025)

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Das erste Auto mit einem Ottomotor (Benzinmotor) wurde bereits im Jahr 1886 gebaut.

Der Ottomotor, auch als Benzinmotor bekannt, ist eine Art von Hubkolbenmotor mit innerer Verbrennung. Er wird in Fahrzeugen, Maschinen und Schiffen eingesetzt.

Auch wenn das erste benzinbetriebene Fahrzeug eher an eine Kutsche als an heutige Autos erinnert, finden sich viele seiner technischen Elemente noch heute in modernen Fahrzeugen wieder (z. B. elektrische Zündung, Wasserkühlung). Das Fahrzeug trug den Namen Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 und wurde vom deutschen Konstrukteur Karl Benz entwickelt, dem Mitbegründer von Mercedes-Benz.

Heute treiben Ottomotoren nicht nur Pkw an, sondern auch Motorräder, Quads, Arbeitsmaschinen, Boote und vieles mehr. Als Kraftstoff wird überwiegend Benzin verwendet, seltener auch komprimiertes Erdgas (CNG) oder verflüssigtes Erdölgas (LPG).

Für Ottomotoren werden verschiedene Handelsbezeichnungen verwendet, etwa „TSI“, „MPI“, „FSI“, „PureTech“, „EcoBoost“, „GDI“ oder „VTi“.

⚙️ Funktionsprinzip eines Viertakt-Ottomotors

Der Ottomotor ist ein Hubkolben-Verbrennungsmotor mit innerer Verbrennung. In Pkw kommen hauptsächlich Viertaktmotoren mit unterschiedlicher Zylinderanzahl und -anordnung zum Einsatz. Man findet sowohl Reihenzweizylinder (z. B. Fiat 500 0.9 TwinAir) als auch W16-Motoren (z. B. Bugatti Divo).

1. Ansaugen

Durch das geöffnete Einlassventil wird ein Luft-Kraftstoff-Gemisch (bei Direkteinspritzung nur Luft, der Kraftstoff wird direkt im Zylinder eingespritzt) in den Zylinder gesaugt. Erreicht der Kolben den unteren Totpunkt, schließt sich das Einlassventil.

2. Verdichten

Der Kolben bewegt sich nach oben und komprimiert das angesaugte Gemisch. Beide Ventile sind geschlossen. Durch die Kompression steigen Druck und Temperatur des Gemischs.

3. Arbeiten

Beide Ventile bleiben geschlossen. Das Gemisch wird durch einen Zündfunken gezündet und verbrennt schnell. Dabei steigen Temperatur und Druck stark an. Die expandierenden Gase verrichten Arbeit und drücken den Kolben nach unten.

4. Ausstoßen

Der Kolben bewegt sich nach oben, das Auslassventil öffnet sich und die Abgase werden aus dem Zylinder in das Abgassystem gedrückt.

🆚 Ottomotor vs. Dieselmotor

Benzin- und Dieselmotoren unterscheiden sich nicht nur durch den verwendeten Kraftstoff, sondern auch im Funktionsprinzip. Beim Ottomotor kann das Kraftstoff-Luft-Gemisch bereits im Ansaugtakt entstehen, beim Dieselmotor wird der Kraftstoff direkt in den Zylinder eingespritzt.

Dieselmotoren benötigen keine Zündkerzen – die Entzündung erfolgt durch hohe Temperatur und Druck infolge der Kompression.

Ottomotoren sind in der Regel günstiger in der Herstellung, leichter und leiser. Dieselmotoren hingegen haben meist einen geringeren Kraftstoffverbrauch und ein höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen.

✅ Für wen ist ein Benzinmotor geeignet?

Die meisten Fahrzeuge – ob neu oder gebraucht – sind mit Benzin- oder Dieselmotor erhältlich. Wann lohnt sich ein Benziner?

1. Sie fahren vor allem Kurzstrecken – Benzinmotoren erreichen schneller ihre Betriebstemperatur und leiden weniger bei kurzen Fahrten. Dennoch sollten auch Benziner gelegentlich auf längere Fahrten bewegt werden.

2. Sie legen Wert auf Komfort – Benzinmotoren laufen leiser und kultivierter als Dieselmotoren, besonders beim Kaltstart ist der Unterschied deutlich.

3. Sie wollen Fahrspaß – Diesel bieten weniger Fahrfreude: Kein besonderer Klang, geringe nutzbare Drehzahlbereiche. Benzinmotoren hingegen klingen sportlicher, lassen sich hoch drehen und bringen auch in kleinen Fahrzeugen Spaß.

🔧 Wartung und Service von Ottomotoren

Grundsätzlich sind Benzinmotoren wartungsärmer als Dieselmotoren. Bei modernen Fahrzeugen gleicht sich dieser Unterschied jedoch zunehmend aus – vor allem wegen der Emissionsvorschriften.

Am zuverlässigsten sind Benzinmotoren mit Saugrohreinspritzung. Hier muss meist nur der Zustand des Zahnriemens/-kette kontrolliert und regelmäßig das Motoröl gewechselt werden.

Bei Direkteinspritzern kann es zu sogenannter Verkokung kommen – dabei lagern sich Rußpartikel an den Ventilen ab. Das passiert vor allem bei Kurzstrecken, wenn der Motor nicht vollständig warm wird. Auch die Einspritzdüsen können Probleme bereiten, deren Austausch ist durch hohe Teilekosten recht teuer.

⚠️ Beim Gebrauchtwagenkauf unbedingt die Fahrzeughistorie prüfen!

Je mehr Kilometer ein Fahrzeug gefahren ist, desto höher das Risiko teurer Reparaturen. Beim Kauf eines gebrauchten Benziners ist es daher wichtig, den Kilometerstand zu überprüfen. Dies kann ganz einfach online auf Cebia.com erfolgen.

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Fahrzeugprüfung:

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